Integration von Kindern
Region: Diriamba, Dep. Carazo, Nicaragua
Bereich: participation citoyenne / Sozialarbeit
Periode: 01.10.2009 bis 30.09.12
Kosten: CHF 58'000.-/Jahr
Freiwillige
Tätigkeiten
Unterstützungsgruppe
Partnerorganisation
Aktualitäten der Partnerschaft
Der Freiwillige
Josua Schädelin
Sozialarbeiter
jschaedelin(at)hotmail(dot)com
Blog: diriamba5.wordpress.com
Tätigkeiten
AMS Diriamba
- Aufbau eines Beratungsangebotes für soziale und psychosoziale Fragen für die 48 behinderten Jugendlichen und Erwachsenen, welche täglich ins Zentrum kommen. Von diesem Angebot sollen insbesondere auch die Angehörigen der Behinderten, welche oft unter sehr schwiergien Bedingungen leben, profitieren können.
- Verbesserung der internen Abläufe und Strukturierung der Kommunikationswege innerhalb der Organisation.
- Stärkung der Berufsidentität der Lehrerinnen von AMS
ATC San Marcos
- Stärkung der Organisation, so dass sie wieder vermehrt in der Lage ist, konkrete Projekte für die LandarbeiterInnen durchzuführen.
- Projekt zur Verminderung der Kinderarbeit planen und zusammen mit zwei lokalen Mitarbeiterinnen durchführen.
Informations und Sensibilisierungsarbeit in der Schweiz.
Unterstützungsgruppe
«Diriamba5», Beat Streit
Eigermatte 18, 3110 Müsingen
Tel: 031 721 31 16 - E-mail: beat.streit(at)gmx(dot)net
PC-Konto: 17-7786-4, E-CHANGER, Fribourg – Vermerk: diriamba5
Partnerorganisation Partnerorganisation «AMS – Asociación activos por un mundo solidario»
Zusammenhang
AMS wurde im Jahr 2000 in Nordspanien gegründet.??Im Jahre 2002 startete die Organisation mehrere Projekte in Nicaragua: ein Schulungs- und Ausbildungsprogramm für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Behinderung, welches auch Sensibilisierungsarbeit an Schulen und in der Öffentlichkeit leistet (nosotros tambien podemos) sowie ein Stipendienprogramm (formación de promotores) und ein Programm für die Ausbildung von Schreinern.
Ziele des Projektes "Nosotros tambien podemos"
- Jugendliche mit einer Behinderung unterstützen und fördern, ihnen zu grösstmöglicher wirtschaftlicher, sozialer und persönlicher Autonomie verhelfen.
- Lehrkräfte und SchülerInnen der öffentlichen Schulen für die Aufnahme und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung sensibilisieren.
Aktuelle Herausforderungen
Das Erziehungsministerium Nicaraguas fordert neu die vollständige Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen in die öffentlichen Schulen. Diese Kinder bekommen dort aber nicht die notwendige Aufmerksamkeit und Unterstützung, so dass die Gefahr besteht, dass sie die Schule mit sehr wenig Wissen und Fähigkeiten verlassen.

Partnerorganisation «ATC - Asociación de trabajadores del campo»
Zusammenhang
ATC?ist eine national tätige Organisation, welche sich für die Rechte der LandarbeiterInnen einsetzt. Sie wurde 1978 (ein Jahr vor dem Sturz des Dikators Somoza) im Dunstkreis des FSLN (Frente Sandinista de Liberación Nacionál, aktuelle Regierungspartei) gegründet, um die die Anliegen der Landarbeiter und Landarbeiterinnen zu vertreten und für deren Rechte zu kämpfen. Während der sandinistischen Revolution in den 80er Jahren war die ATC ein wichtiges Sprachrohr der LandarbeiterInnen in Nicaragua. Die Organisation versteht sich heute als Gewerkschaft der LandarbeiterInnen und will diesen dazu verhelfen, ihre Lebensumstände zu verbessern. ATC ist Mitglied der?Via Campesina,?des weltweiten Dachverbandes der Landarbeiterbewegungen.Aktuelle Herausforderungen
Aktuelle Herausforderungen
Die ATC stand und steht dem FSLN sehr nahe, hat aber in den letzten Jahren durch die Regierungsübernahme des FSLN im Jahr 2007 an Bedeutung verloren, da einerseits viele Kader der ATC in Regierungsämter abberufen wurden und andererseits die sandinistische Partei aktuell die starke Tendenz hat, ihre Entscheidungen nur noch im kleinen und kleinsten Kreis zu treffen. Die ATC versucht momentan, sich wieder vermehrt auf die Anliegen der LandarbeiterInnen zu konzentrieren und sich ein eigenes Profil zu geben.Das Büro von ATC San Marcos ist für die Anliegen der Mitglieder des Departementes Carazo zuständig. Momentan besteht die Belegschaft aus 5 mehrheitlich freiwillig tätigen MitarbeiterInnen.
Ziele des Projektes "Erradocacion del trabajo infantil"
In Nicaragua hat zwar jedes Kind das Recht, zur Schule zu gehen, in der Praxis gehen aber nur 87% der Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren auch tatäschlich zur Schule. Von den Kindern zwischen 13 und 17 Jahren gehen sogar nur 54% in die Schule. Diese Zahlen sind in ländlichen Gebieten noch tiefer, da dort weniger Schulen pro Kopf vorhanden sind, die Lehrerinnen und Lehrer allgemein schlechter ausgebildet sind und die Wege zu den Schulen für die Kinder weiter sind.
Die Gründe für die hohe Zahl der Kinder, welche nicht oder nicht mehr zur Schule gehen, liegen einerseits in der schlechten Qualität der Schulen (Nicaragua investiert weniger als 4% seines Bruttoinlandproduktes ?in Primar- und Sekundarbildung, die Hälfte der SekundarlehrerInnen hat kein Bildungsdiplom erlangt) und andererseits in der Armut der durchschnittlichen nicaraguanischen Familie, welche viele Kinder dazu zwingt, zu arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Das Projekt unterstützt 15 Kinder zwischen 7 und 15 Jahren, welche nicht oder nicht mehr zur Schule gehen mit Schuluniformen und Schulmaterial. Zudem werden die Kinder und deren Familien währen der gesamten Dauer des Projektes (September 2010 bis Dezember 2011) begleitet und beraten. Diese Begleitung und Beratung ist der Kernpuntk des Projektes, da dadurch verhindert werden kann, dass die Kinder erneut den Schulbesuch einstellen. Ziel ist es, dass die LehrerInnen sofort informieren, wenn ein Kind nicht mehr zur Schule geht, so dass ein Besuch bei der Familie zu Hause gemacht und die Probleme, welche zur Absenz geführt haben, bearbeiter werden können.
Das Projekt beschränkt sich auf zwei vier Dörfer und Weiler („El Dulce Nombre", „San Pedro de los Molinos", „El Brasilito", „Los Mojica") in der „Zona Seca" (tiefergelegene und daher trockene Gebiete) von San Marcos. Das Projekt wird finanziert durch die Stadtpartnerschaft Biel/Bienne-San Marcos
Motivation die Zusammenarbeit mit E-CHANGER
Die freiwillige Fachperson bringt professionelles Wissen mit, zu welchem die Organisation keinen Zugang finden konnte. Die Anwesenheit der Fachperson während 3 Jahren bietet Gewähr, dass das Wissen an die einheimischen Fachpersonen weitergegeben werden kann und so eine dauerhafte und nachhaltige Wirkung entsteht. Die Arbeit steht in Kohärenz mit der Priorität ‚Bürgerbeteiligung’ des Institutionsprogrammes von E-CHANGER.
Aktualitäten der Partnerschaft
Artikel und Presse - Rundbriefe
- November 2011 Rundbriefe "Correo de Diriamba"
- Juli 2011 Rundbriefe "Correo de Diriamba"
- März 2011 Rundbriefe "Correo de Diriamba"
- November 2010 Rundbriefe "Correo de Diriamba"
- Juli 2010 Rundbriefe "Correo de Diriamba"
- März 2010 Rundbriefe "Correo de Diriamba"
- Dezember 2009 Rundbriefe "Correo de Diriamba"
Fotogalerie





